Ausgeträumt by Martin

Schluß, aus, vorbei, es hat nicht sollen sein, die Zweite bleibt zweitklassig. Schön wär’s gewesen, wieder mal 1. Bezirksligaluft zu schnuppern und nach dem Ottensen Spiel waren auch alle noch guter Dinge, immerhin konnten wir die noch klar mit 9:3 besiegen. Doch danach ging’s zum ETV und gegen unseren direkten Tabellennachbarn  war dieses Mal kein Kraut gewachsen. Trotz lautstarker Unterstützung durch Anna und  die Vierte, kamen wir weder mit der klinisch reinen Halle, noch mit dem Gegner zurecht. Wie die meisten der Aufstiegsaspiranten, glauben wohl auch die ETVler nicht daran, diesen ohne Unterstützung  aus höheren Ligen zu schaffen und so traten sie mit ihrer neuen Nummer Eins, Joachim Christ an, in der Vorrunde noch mit mäßigem Erfolg in der 1. Landesliga tätig. Doch für uns hat‘s gereicht, auch wenn er gegen Malte ganz schön ins Schwitzen kam und nur knapp im fünften Satz gewinnen konnte. Mit  drei mageren Pünktchen im Sack, verließen wir fix diesen sterilen Klotz, in dem wir, wie es aussieht, näxte Saison nicht mehr antreten müssen, denn so verstärkt, wird dem ETV der Sprung in die 1.BL wohl gelingen, zusammen mit Bahrenfeld und dem TTV Harburg, den anderen Aufrüstern.
Unser nächstes Spiel, war dann das Derby, wie schon in der Vorrunde erst einmal verschoben und, wie ebenfalls schon in der Vorrunde, dann doch nicht mit kompletten Teams. War’s in der Vorrunde mit Michi nur einer, der verletzt ausfiel, fehlten dieses Mal sowohl Gerd als auch Rüdiger, sodass wir tatsächlich nur zu fünft gegen Fünf antraten. Ganz herrlich gleich zu Beginn, die große Show der Dritten, die, in weißen Rauch gehüllt, begleitet von dröhnenden Rockklängen, in die Halle einliefen. Da kackten wir, die Zweite, schon mal mächtig ab, auch wenn unser Käptn sich alle Mühe mit seiner originellen Begrüßungsrede gab. (Noch mehr kackte hier natürlich die komplette Erste ab, die sich, trotz der von Erik geforderten Ballruhe während der Begrüßung, bereits munter mit ihren Gegnern einspielte. Es ist wohl doch nicht allzu weit her mit der Zucht und Ordnung, die seit neuestem aus den braunen Sachsenhallen in der Eduardstrasse Einzug halten soll. Bleibt zu wünschen, daß das so bleibt und wir uns da nicht völlig gedankenlos mitziehen lassen. Wehret den Anfängen.)
Zu den Spielen. Wie erwartet waren sie heiß, die Jungs und das Mädel der Dritten, schon in den beiden Doppeln bekamen wir das zu spüren. Eine hochkonzentrierte Leistung von Matschi und mir, brachte uns zwar die 1:0 Führung, doch leicht war’s nicht, Norbert und Michi versuchten alles, uns gleich mal so richtig zu blamieren. Aber wir ließen uns nicht kirre machen, blieben ruhig und konnten uns schließlich mit 3:1 durchsetzen.
Anders unser zweites Doppel, Malte und Oli, auf das wir alle eigentlich große Hoffnungen gesetzt haben. Doch so richtig rund läuft’s leider doch noch nicht, da wären ein paar gemeinsame Trainingseinheiten vielleicht mal angebracht. Aber wem sag ich das, ach ja, natürlich dem Oli, der sich aber wohl noch bis zur Pubertät seiner Tochter auf Vaterpflichten herausreden wird. Anna und Daniel hingegen merkte man an, daß sie inzwischen ein eingespieltes Team sind und demzufolge gewannen die beiden ihr Doppel auch mit 3:2. Bei fünf gegen fünf gibt’s natürlich kein drittes Doppel, sodass wir gleich in die Einzel gingen.
Und da mußten sowohl Matschi als auch Malte gleich ordentlich schwitzen. Matschi kannte das ja bereits aus der Vorrunde, als er von Daniel förmlich zerlegt wurde, doch für Malte war Daniels Derbyehrgeiz ganz was Neues und trotz großem Kampf mußte er sich mit 3:2 geschlagen geben. Auch Matschi tat sich nicht leicht gegen Norbert, blieb aber konzentriert und kam immer besser ins Spiel, sodass er gegen einen stark aufspielenden Norbert knapp, aber im Auge des parteiischen Berichterstatters, doch als verdienter Sieger aus dieser Partie hervorging.  3:2 für Matschi.
Nun die Mitte, Andreas gegen Michi und Oli gegen Anna. Andreas hatte bereits im Vorfeld angekündigt, wie sehr er sich auf seinen Lieblingsgegner Michi freue, gegen den er angeblich in den letzten 30 – 40 Jahren keinen Satz mehr abgegeben hat. Er hat seinen großen Worten dann aber auch gleich Taten folgen lassen und ließ Michi, mit einem fortwährenden siegessicheren Grinsen im Gesicht, über alle drei Sätze (mehr waren’s nicht) nicht den Hauch einer Chance. Selten hat man in der Eduardstrasse einen solchen Klassenunterschied gesehen.
Ganz anders Anna, die sich gegen Mr. „meinefrauläßtmichnichtmehrinstrainingweilwirneplagehaben“ wirklich achtvoll aus der Affäre zog und nur äußerst knapp im fünften verlor.
Danach durften ich für die Zweite und Christopher für die Dritte ganz ohne Anstrengung punkten, zweimal 3:0 gegen die nichtvorhandenen Sechser.
Nun stand es also 5:3, noch hatte die Dritte gute Chancen, sich für die Niederlage aus der Vorrunde zu revanchieren.
Doch Matschi hatte nicht vergessen, wie er von Daniel 2013 abgeledert wurde und ging deshalb nicht mit der Überheblichkeit des Vorjahres an die Platte, nein, dieses Mal nahm er seinen Gegner ernst, spielte mit viel Unterschnitt, um Daniel gar nicht erst die Möglichkeit zu seinen gefürchteten Rückhandkonterpeitschen zu geben und brachte das Ding dann auch mit 3:1 nach Hause, ein sehr wichtiger Punkt für die Zweite, denn damit war der Widerstand der Dritten so gut wie  gebrochen. Malte tat seins dazu und gab sich gegen Norbert nun keine Blöse mehr und auch bei Anna sah es schnell nach einer Klatsche gegen Andreas aus. Sie knallte ohne großes Nachdenken mehrere Vorhandknaller wild ins Netz und lag schnell mit 5:0 zurück. Allerdings, wie sich bald herausstellte, war sie der Meinung, daß dieses Spiel sowieso nicht mehr zählen würde und Andreas, dieser Schuft, ließ sie auch wissentlich in diesem Glauben. Erst bei 0:5 erfuhr sie, daß ihr Spiel durchaus noch gewertet wurde, was sie so in Rage brachte, daß sie mit etwas zuviel Wut im Bauch 3:2 verlor. Nicht ganz die feine Art von Andreas, aber auch etwas naiv von Anna, denn schon immer war der Lück in Punktspielen eher ein Stapela als ein Jettinger.
Egal, das war’s auch schon, mein knapper 3:2 Sieg gegen Christopher zählte nicht mehr, 8:3 hieß es am Ende und die Dritte ist weiterhin mittendrin im Abstiegskampf. Hoffen wir mal sehr, daß sie sich noch retten können, doch gegen Ottensen und TTV traue ich ihnen durchaus noch ein paar Punkte zu, vielleicht ja mit dem Punktegaranten Patrick auf der sechs, mal sehn. Ansonsten: Antrag!!
Bei uns ging es nun weiter gegen den Tabellenzweiten TTV, wir mal wieder ersatzgeschwächt, Olis Kind hatte irgendwas.
Doch so ne Schwächung war’s dann gar nicht, denn Norbert war ein großartiger Ersatz, der sowohl sein Doppel mit Malte, als auch beide Einzel gewinnen konnte und dafür sagenhafte 15 Sätze spielen mußte. Der Hammer der Hamer. Vorne gewannen Malte und Matschi beide gegen Ulatowski und verloren beide gegen die Nummer Eins der Gäste. Matschi war wahrscheinlich so knapp an einem Sieg wie noch nie gegen Voigt, doch zum Schluß schwanden ihm leider die Kräfte und sein Gegner gewann 3:2.
Nicht ganz so gut lief es in der Mitte, nur Andreas konnte gegen Krüger einen Punkt gewinnen, doch unten waren’s wegen Norberts Nervenstärke drei und somit gab’s, wie im Jahr zuvor, ein Schlußdoppel. Hab ich dieses 2013 zusammen mit Oli noch im fünften vergeigt, obwohl wir damals bereits 2:0 in Führung lagen, harmonierten Matschi und ich dieses Jahr prächtig und Voigt und Ulatowski waren völlig chancenlos. Yeah, das Ding war im Sack, 9:7 gegen TTV Harburg, damit hatten wir nicht unbedingt gerechnet.
Das mit Abstand spannendste Spiel in der Rückrunde war danach unser Heimspiel gegen St. Pauli, denen bis dato im neuen Jahr noch nicht allzu viel gelungen war. Leider kam das Glück ausgerechnet gegen uns zurück, denn in fünf von sechs 5-Satz-Spielen hatten die Paulianer die Nase vorn und auch wenn Malte zweimal 3:0 gewinnen konnte und Gerd und ich im unteren Paarkreuz vier Punkte holten, reichten ihnen diese knappen Matches, um einen Punkt aus der Eduardstraße zu entführen. Sehr ärgerlich, auch wenn es nicht mehr um den Aufstieg ging, doch bei einem Satzverhältnis von 37:30 will man nun mal gewinnen.
So, das wars, inzwischen hab ich wunde Finger und die Erste den Aufstieg sicher. Gratulation dazu, nur einen Punkt in der Rückrunde abgegeben und nun klarer Favorit auf die Meisterschaft. Für die heißt es nun 2. Landesliga, wobei alle mit Spannung erwarten, wer „die“ denn nun sind. Denn ein Neuer kommt gewiß, ob Jan ebenfalls dazustößt, steht noch nicht fest, da er leider zu der Generation gehört, denen ihre Arbeit so wichtig ist, daß sie sich dafür gerne von ihren Arbeitgebern durch die Lande schubsen lassen, auch wenn „durch die Lande“ hier so interessante Orte wie Wolfsburg oder Bielefeld oder wasweissichwas bedeutet, Malte gehört eigentlich auch mit rein und, wenn wir mal ehrlich sind, ebenso Patrick, doch das sehen einige bestimmt anders und natürlich wollen die verdienten Aufsteiger bestimmt auch selbst in der Landesliga den Arsch vollkriegen, aber ich sag jetzt besser nix mehr, bis demnäx, Martin

3 Antworten auf „Ausgeträumt by Martin

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